Tafel

Die Tafeln in Deutschland
In Deutschland werden täglich viele Tonnen Lebensmittel vernichtet, obwohl sie noch verzehrfähig sind. Gleichzeitig gibt es auch hierzulande Millionen Menschen, die wirtschaftlich oder sozial benachteiligt sind. Die Tafeln schaffen eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel: Sie sammeln qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die sonst im Müll landen würden, und verteilen diese an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte – kostenlos oder zu einem symbolischen Betrag.

Derzeit gibt es über 880 Tafeln in Deutschland. Alle sind gemeinnützige Organisationen. Bundesweit versorgen sie regelmäßig über eine Million bedürftige Personen mit Lebensmitteln – ein Viertel davon Kinder und Jugendliche.

Bedürftig sind für die Tafeln alle Menschen, die nur über wenig Geld im Monat verfügen können, weil sie Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Grundsicherung beziehen. Damit die Hilfe auch da ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird, lassen sich die Tafeln die Bedürftigkeit ihrer Kunden durch offizielle Dokumente nachweisen und stellen z.B. Kundenkarten aus. Der Großteil der Tafeln reicht die gespendeten Lebensmittel mit festen Tafel-Läden oder Ausgabestellen an die Bedürftigen weiter.

Die Tafeln finanzieren sich durch Spenden. Bundesweit setzen sich zahlreiche Unternehmen für die Tafeln ein. Nach dem Motto „Jeder gibt, was er kann“ geben die einen Lebensmittel oder Reifengutscheine, die anderen reparieren kostenlos Tafel-Fahrzeuge oder gestalten Werbeanzeigen – vom örtlichen Einzelhandel bis zum international agierenden Konzern.

Die Tafel in Eberswalde
Die Eberswalder Tafel wurde 1999 als Projekt in Trägerschaft des Brot & Hoffnung e.V. gergründet. Der Verein ist Mitglied im Bundesverband Deutsche Tafel e.V. und ist durch diesen als Tafel anerkannt. Lebensmittelspenden werden im Tafelladen in der Blumwerderstraße 1 und in der Ausgabestelle in der Eisenbahnstraße 84 ausgegeben. Dazu ist jedoch eine Kundenkarte notwendig, die im Büro der Sozialarbeiterin, Herma Schulz, beantragt werden kann.